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SA | 04.05.2019 | 11:00 - 11:30 Uhr
Öffentliche Führung
Kurzführung durch die Ausstellung JONATHAN MEESE»DR. ZUHAUSE : K.U.N.S.T. (ERZLIEBE)«
JONATHAN MEESE - Installation view of German artist JONATHAN MEESE's solo exhibition in the Guenter Grass-Haus museum honored to German Nobel prize winner for literature Guenter Grass on Feb. 14, 2019, in northern German city of Lubeck. Meese stays f
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Führung durch die Ausstellung »DR. ZUHAUSE : K.U.N.S.T. (ERZLIEBE)« im Günter Grass-Haus. Sie widmet sich den vielfältigen künstlerischen Begabungen und Ausdrucksformen Jonathan Meeses. Den Ausstellungsraum im Forum für Literatur und bildende Kunst verwandelt Meese in einen intimen-biografischen Raum der Kunst. Zu sehen sind Schulhefte, Bilder, Fotos, Texte, Skulpturen und Filme, die aus dem unerschöpflichen und zum Teil sehr skurrilen Fundus des Künstlers stammen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Themen Heimat und Herkunft. Die Schau bietet einen persönlichen Einblick in die Lebensgeschichte von Jonathan Meese und seiner Familie. Meeses Großmutter stammt wie Günter Grass aus Danzig und Brigitte Meese verbrachte das Kriegsende ebenfalls dort. Auch deshalb wird Jonathan Meese das Werk von Grass mit seinen Helden wie dem Blechtrommler Oskar Matzerath aus Danzig-Langfuhr als Reiz- und Referenzthema in der Glockengießerstraße aufgreifen.

2019 © PHOTOGRAPHY JAN BAUER . NET / COURTESY JONATHAN MEESE . COM

SA | 11.05.2019 | 14:00 - 16:30 Uhr
Workshop
MIT ALLEN SINNEN
Schnupper-Workshop im Kolonialwarenladen. Für Kinder ab 7 Jahren.
MIT ALLEN SINNEN
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Hier wird es nostalgisch! In einer sinnlichen Führung wird der Kolonialwarenladen im Museum entdeckt: Die Kinder ertasten geheimnisvolle Gegenstände, erschnuppern herrliche Düfte, schmecken das berühmte Brausepulver und lauschen den Klängen von singenden Gläsern. Im Anschluss stellt jedes Kind seine ganz persönliche Seife her – es schillert, schäumt und duftet!


Wir bitten um Anmeldung unter Tel. 0451 122 4230 oder per E-Mail an: shop@grass-haus.de


© Günter Grass-Haus/Foto: Fotografie in der Altstadt, Margret Witzke

SO | 19.05.2019 | 12:00 - 13:00 Uhr
Öffentliche Führung
Günter Grass und die Politik
Führung zum Internationalen Museumstag
Günter Grass und die Politik
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Im August 1961 meldet sich Günter Grass erstmals öffentlich politisch zu Wort. Einen Tag nach dem Bau der Berliner Mauer fordert er Anna Seghers, die Vorsitzende des DDR-Schriftstellerverbands, auf, gegen die gewaltsame Schließung der Grenze zu protestieren. Just in dieser Zeit begegnet er Willy Brandt, der für ihn zu einem politischen Mentor wird. Mit den Worten »Ich schraubte das Tintenfaß zu, verließ das Stehpult, ergriff Partei«, bekennt er seine Sympathie zu dem SPD-Politiker und engagiert sich für ihn und dessen Partei in zahlreichen Wahlkämpfen. Forderungen nach Revolutionen und der Verwirklichung gesellschaftlicher Utopien erteilt er eine klare Absage. Das Bild der Schnecke symbolisiert bei Grass einen langsamen und stetigen Fortschritt, wie er ihn beispielsweise in der Neuen Ostpolitik unter Willy Brandt verkörpert sieht. Bis zu seinem Tod setzt sich Grass für eine lebendige Demokratie und die Rechte von Minderheiten ein.

Ursula Häckermann geht in ihrer Führung auf die vielfältigen politischen Aktivitäten des streitbaren Künstlers und Schriftstellers ein. Dabei zeigt sie auch auf, inwiefern sich die Auseinandersetzung mit der Politik im Werk von Günter Grass niederschlägt.

SO | 19.05.2019 | 14:00 - 15:00 Uhr
Öffentliche Führung
»Die Blechtrommel« von Günter Grass
Führung zum Internationalen Museumstag
»Die Blechtrommel« von Günter Grass
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»Zugegeben: ich bin Insasse einer Heil- und Pflegeanstalt, mein Pfleger beobachtet mich, läßt mich kaum aus dem Auge; denn in der Tür ist ein Guckloch, und meines Pflegers Auge ist von jenem Braun, welches mich, den Blauäugigen, nicht durchschauen kann«, so beginnt »Die Blechtrommel«, das wohl berühmteste Werk von Günter Grass. Sein Debütroman macht den Autor über Nacht zu einem der gefeiertsten Schriftsteller Deutschlands. Vierzig Jahre später bringt er ihm zudem die Verleihung des Nobelpreis für Literatur ein. In der Begründung der Schwedischen Akademie heißt es: Grass wird der Preis zuerkannt, weil er in »munterschwarzen Farben das vergessene Gesicht der Geschichte« gezeichnet habe. 

Ursula Häckermann nimmt Sie mit in die Welt des Oskar Matzeraths, der mit drei Jahren das Wachstum einstellt, mit seiner Stimme Glas zersingen kann und mit seiner Trommel gegen die Zustände seiner Zeit antrommelt.


(c) Günter und Ute Grass Stiftung / Steidl Verlag

SO | 19.05.2019 | 15:00 - 16:00 Uhr
Öffentliche Führung
Günter Grass als bildender Künstler
Führung zum Internationalen Museumstag
Der Butt im Garten im Sonnenschein
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»Bin ich nun Schreiber oder Zeichner?«, fragt sich Günter Grass angesichts seines vielfältigen Schaffens, bei dem bildende Kunst und Literatur eine enge, wechselseitige Verbindung eingehen. So tauchen die Figuren und Motive seiner Romane, Gedichte und Dramen wie Oskar Matzerath, der Butt, die Rättin, Krebse oder Hunde ebenso in seinen Grafiken und Skulpturen auf. Die engste Verbindung von Wort und Bild erfolgt in seinen späten Aquarellen wie den Arbeiten zu »Mein Jahrhundert« oder den Aquadichten aus »Fundsachen für Nichtleser«.

In der Führung mit Adeline Henzschel wird Ihnen der facettenreiche Wort-und-Bild-Kosmos von Günter Grass vorgeführt, sodass Sie für sich selbst entscheiden können, ob er nun ein Schreiber oder Zeichner war.


(c) Günter und Ute Grass Stiftung / Steidl Verlag

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