Die Lübecker Museen haben wieder ihre Türen geöffnet. Beachten Sie bitte die dafür notwendigen Hygiene- und Sicherheitsbedingungen, häufig gestellte Fragen zur Wiedereröffnung beantworten wir Ihnen hier.

  • Zum 5. Todestag von Günter Grass
    © Thorsten Wulff
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    © Thorsten Wulff
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    © Thorsten Wulff
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    © Thorsten Wulff
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    © Thorsten Wulff
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    © Thorsten Wulff
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Der erste Satz eines Romans ist die Schwelle zu einer neuen Welt: Der Vorhang hebt sich, der Autor nimmt die Leser an die Hand und führt sie in eine neue Geschichte. Der erste Satz entscheidet darüber, ob man weiterlesen wird oder nicht. Die besten ersten Sätze lassen nur eine Entscheidung zu - sie fesseln und lassen den Lesern keine andere Wahl als weiterzulesen. Mit ikonischen Sätzen wie »Ilsebill salzte nach.« oder »Gestern wird sein, was morgen gewesen ist.« sind Grass' Werke in den Kanon der Weltliteratur eingegangen.

© Armin Smailovic

Zum Gedenken an den fünften Todestag von Günter Grass liest Jens Harzer die jeweils erste Seite aus den 16 Prosawerken des Literaturnobelpreisträgers. Der 1972 in Wiesbaden geborene Schauspieler ist Mitglied im Ensemble des Thalia Theaters und auf zahlreichen weiteren Bühnen zu sehen. Auch als Film- und Fernsehschauspieler ist Harzer sehr gefragt, so spielt er u. a. in »Babylon Berlin« mit. Seine Stimme ist vielen aus diversen Hörbüchern bekannt. Jens Harzer ist seit März 2019 Träger des Iffland-Ringes, der den bedeutendsten und würdigsten Bühnenkünstlern des deutschsprachigen Theaters verliehen wird. Die Filme hat Marina Galic erstellt.

»Zugegeben: ich bin Insasse einer Heil- und Pflegeanstalt...«

Die Blechtrommel, 1959

»…Und einmal, als Mahlke schon schwimmen konnte, lagen wir neben dem Schlagballfeld im Gras.«

Katz und Maus, 1961

»Erzähl Du. Nein, erzählen Sie!«

Hundejahre, 1963

»Das erzählte ich meinem Zahnarzt.«

örtlich betäubt, 1969

»Liebe Kinder, heute haben sie Gustav Heinemann zum Präsidenten gewählt.«

Aus dem Tagebuch einer Schnecke, 1972

»Ilsebill salzte nach.«

Der Butt, 1977

»Gestern wird sein, was morgen gewesen ist.«

Das Treffen in Telgte, 1979

»Zufuß zwischen Radfahrern, die sich in Haltung, Kleidung unendlich wiederholen...«

Kopfgeburten oder Die Deutschen sterben aus, 1980

»Auf Weihnachten wünschte ich eine Ratte mir...«

Die Rättin, 1986

»Der Zufall stellte den Witwer neben die Witwe.«

Unkenrufe, 1992

»Wir vom Archiv nannten ihn Fonty; nein, viele, die ihm über den Weg liefen, sagten...«

Ein weites Feld, 1995

»Ich, ausgetauscht gegen mich, bin Jahr für Jahr dabei gewesen.«

Mein Jahrhundert, 1999

»Warum erst jetzt?, sagte jemand, der nicht ich bin.«

Im Krebsgang, 2002

»Ob heute oder vor Jahren, lockend bleibt die Versuchung, sich in dritter Person zu verkappen...«

Beim Häuten der Zwiebel, 2006

»Es war einmal ein Vater, der rief, weil alt geworden, seine Söhne und Töchter zusammen...«

Die Box, 2008

»Von A wie Anfang bis Z wie Zettelkram.«

Grimms Wörter, 2010

Jens Harzer liest das gleichnamige Gedicht aus »Vonne Endlichkait«.

Vonne Endlichkait, 2015