»Der Nobelpreisträger von nebenan - Grass und Lübeck«
bis zum 13.4.2026
Was ist Heimat? Und was bleibt, wenn man sie verliert? Für Günter Grass war sie vieles: ein Ort der Erinnerung, ein großer Verlust, sein literarischer Motor. Seine Gedanken und Geschichten regen dazu an, unsere eigene Vorstellung von Heimat zu hinterfragen.
Lübeck war für Grass keine Heimat, doch nicht zufällig kam er im Alter im nahegelegenen Behlendorf und in der Hansestadt schließlich an.
Die Ausstellung »Der Nobelpreisträger von nebenan - Grass und Lübeck« widmet sich den Themen Herkunft, Heimat und Zuhause. Sie erzählt von Grass’ Lebenswegen, von Aufbrüchen, Fremdheit und Ankommen und ermutigt die Besucher, über ihr eigenes Empfinden nachzudenken: Was macht die Heimat zur Heimat, das Zuhause zum Zuhause? Sind es vertraute Gerüche oder Klänge, die Nähe der Ostsee, der eigene Kühlschrank – oder ein kleiner Gegenstand wie eine Badeente? Vielleicht sind es auch die Menschen, denen wir täglich begegnen, ohne sie wirklich zu kennen.
Originale Zeichnungen, Aquarelle, Manuskripte sowie Hörstationen und Filme eröffnen persönliche Einblicke in die Erfahrungen von Günter Grass. Zugleich ruft das Günter Grass-Haus das Publikum dazu auf, eigene Erinnerungen und Gedanken zu teilen. So entsteht ein vielstimmiges Gespräch über Zugehörigkeit, Vertrautheit und darüber, was Heimat für jede und jeden von uns bedeuten kann.
Die Vernissage der Ausstellung am 5.12.2025
Podcast zu "Günter Grass und Lübeck"
Erfahren Sie mehr über Günter Grass und die Ausstellung in unserem Podcast. Julia Wittmer, Kuratorin der Ausstellung „Der Nobelpreisträger von nebenan – Günter Grass und Lübeck“ und Dr. Jörg-Philipp Thomsa, Direktor Günter Grass-Haus im Gespräch.