Don't fence me in
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31.03.2016 - 20.10.2016

Don't fence me in

Frühe Bilder von Günter Grass

Wenn der Cowboysong „Dont fence me in“ in der Nachkriegszeit das Wochenende ankündigt, singt Roy Rogers den jungen Deutschen damit aus der Seele. Noch sind die Spuren der Vergangenheit nicht zu übersehen und noch ist nicht klar, was genau ihnen die Welt nach 1945 zu bieten hat - auf jeden Fall jedoch die Freiheit, das Leben nun in die eigenen Hände nehmen zu können und sich von nichts und niemandem mehr etwas vorschreiben lassen zu müssen. 

Günter Grass beginnt 1948 ein Studium der Bildhauerei und Grafik an der Kunstakademie Düsseldorf. Er probiert sich in verschiedenen Stilen der Klassischen Moderne, die erst jetzt wieder in den Museen zu sehen ist, schreibt Gedichte und reist per Autostopp nach Italien und Frankreich. Während seines Studiums stellt er die Weichen für seine spätere Arbeitsweise, bei der „Worte und Zeichen aus einer Tinte“ fließen.

Ein tiefer Einblick in diese entscheidende Lebensphase war bisher unmöglich, denn die meisten damals von Grass geschaffenen Arbeiten galten als verschollen. Erst 2013 wurde bekannt, dass sich eine über 150 Werke umfassende Sammlung von Studienarbeiten unter der Außentreppe seiner Düsseldorfer Atelierwohnung erhalten hat. Die Ausstellung zeigt diese Zeichnungen, Aquarelle und Plastiken aus dem Besitz der Günter und Ute Grass-Stiftung jetzt zum ersten Mal. Zudem werden erste unveröffentlichte Gedichte präsentiert sowie Auszüge aus den Manuskripten der „Blechtrommel“ (Literaturarchiv der Akademie der Künste, Berlin), „Beim Häuten der Zwiebel“ und „Vonne Endlichkait“ (Günter und Ute Grass-Stiftung), die rückblickend auf die Lehrjahre des bildenden Künstlers Bezug nehmen.

Zusammen mit diesen Exponaten beleuchten Dokumente aus dem Medienarchiv Bremen, dem Archiv des Stadtmuseums Düsseldorf und der Kunstakademie Düsseldorf Grass' frühes Schaffen und zugleich das Lebensgefühl einer ganzen Generation zwischen Kriegsschuld und Überlebensfreude.


From March 31 to October 20, 2016

Don't fence me in
Early pictures by Günter Grass

Whenever Roy Rogers' "Don't fence me in" announces the beginning of the weekend during the post-war era, it strikes a chord with the young Germans. The traces of the past are still clearly visible, while it is not yet clear what the future after 1945 has on offer for them. At any rate, it will be a world where they have the freedom to take their fate into their own hands and have nobody tell them what to do. 

Günter Grass starts studying sculpture and graphics at Düsseldorf Arts Academy in 1948. He tries out various styles from the classical modernity, which are only now being shown in the museums again, he writes poetry, and he hitchhikes to Italy and France. He already sets the course for his later way of working, with "words and signs flowing from the same ink".


Until now, a close view into these formative years in the artist's biography seemed impossible, since most of his works from that time were presumed lost. It was not before 2013 that it became known that a collection of studies from his time at the academy with more than 150 works had been preserved under the outdoor stairs to his studio flat in Düsseldorf. These drawings, watercolours, and sculptures from the holdings of the foundation "Günter und Ute Grass-Stiftung" are on exhibit for the first time. The exhibition additionally presents early, unpublished poems and excerpts from the manuscripts of "The Tin Drum" (from Literaturarchiv der Akademie der Künste, Berlin), "Peeling the Onion" and "Vonne Endlichkait" (from Günter und Ute Grass-Stiftung), which retrospectively refer to the years of the artist-in-the-making.


These exhibits, together with documents from the archives Medienarchiv Bremen, of the Stadtmuseum Düsseldorf and the Kunstakademie Düsseldorf, examine Grass' early works and, at the same time, illuminate the attitude toward life of an entire generation between war guilt and the awe of survival.



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Trailer

Günter Grass in Italien, 1951 (c) Akademie der Künste, Sammlung Rama
Günter Grass in Italien, 1951 (c) Akademie der Künste, Sammlung Rama
Junge Frau mit Apfel, Aquarell, o.D. (c) Günter und Ute Grass Stiftung
Junge Frau mit Apfel, Aquarell, o.D. (c) Günter und Ute Grass Stiftung
Günter Grass in der Kunstakademie Düsseldorf, o.D. (c) Günter und Ute Grass Stiftung
Günter Grass in der Kunstakademie Düsseldorf, o.D. (c) Günter und Ute Grass Stiftung
Günter Grass (links oben im Bild) bei einer Aschermittwochsfeier in Düsseldorf, 1949 (c) Wilhelm Schönenberg
Günter Grass (links oben im Bild) bei einer Aschermittwochsfeier in Düsseldorf, 1949 (c) Wilhelm Schönenberg
Nackter Leser und drei nackte Frauen, Aquarell, o.D. (c) Günter und Ute Grass Stiftung
Nackter Leser und drei nackte Frauen, Aquarell, o.D. (c) Günter und Ute Grass Stiftung
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Erwachsene / Ermäßigte / Kinder:
7 / 3,50 / 2,50 €